Das Thema ist seit Jahren Bestandteil der politischen Diskussion. Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die ihnen zugewandten Parteien sehen darin auf der einen Seite ein Instrument im Kampf für ein besseres Leben und auf der anderen eine Bedrohung der Wirtschaftskraft der Unternehmen.
GWPExtra brachte eine Übersicht über die Diskussion zum Stand Ende 2023.
https://gwpextra.budrich.eu/diskussion-um-den-mindestlohn/
Die Diskussion geht weiter:
Die Information des Ministeriums:
https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/2025/anhebung-gesetzlicher-mindestlohn-zum-1-1-2026.html
Im Dienst „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ heißt es dazu:
Kompromiss nach zähen Verhandlungen
Schönefeld nannte das Ergebnis einen stabilen Kompromiss, der einen Ausgleich zwischen Arbeitnehmerinteressen und wirtschaftlichen Realitäten darstelle. Im Hinblick auf die öffentliche Forderung nach einem Mindestlohn von 15 Euro – eine zentrale Position der SPD – sprach sie von äußerst komplexen Verhandlungen. Stefan Körzell, der für den Deutschen Gewerkschaftsbund verhandelte, erklärte, es seien „harte Verhandlungen“ gewesen. Steffen Kampeter von den Arbeitgebern kritisierte den erheblichen politischen Druck, der in den vergangenen Monaten auf die Mindestlohnkommission ausgeübt worden sei.
Mindestlohnkommission zunächst uneins
Innerhalb des Gremiums bestand wochenlang keine Einigung, wie aus Verhandlungskreisen verlautete. Wäre kein Konsens erzielt worden, hätte der Gesetzgeber eingreifen können. Die SPD, die in Berlin ihren Parteitag veranstaltete, hatte sich im Wahlkampf auf einen Mindestlohn von 15 Euro festgelegt.
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD enthielt keine konkrete Summe. „Die weitere Entwicklung des Mindestlohns wird von der Mindestlohnkommission auf Grundlage einer Gesamtabwägung ermittelt – unter Einbezug der Tarifentwicklung sowie der 60 Prozent des Bruttomedianlohns von Vollzeitbeschäftigten“, heißt es laut gesetzlicher Regelung. „So könnte ein Mindestlohn 2026 von 15 Euro erreicht werden.“
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/715824/mindestlohn-2026-anstieg-bis-2027-auf-1460-euro-geplant
