Eine Studie des Roman Herzog-Instituts: Nils Goldschmidt, Marius May, Theo Bolin Simon, Dominik Enste: Warum wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Zusammenhalt Gerechtigkeit befördern:
Was macht eine Gesellschaft lebenswert? Neben materiellem Wohlstand ist dafür vor allem der soziale Zusammenhalt entscheidend.
Denn ein starkes Wir erhöht die Motivation, sich für die Gemeinschaft zu engagieren – was sich wiederum ökonomisch auszahlt. Umgekehrt droht Ländern, denen es an sozialer Integration mangelt, auch ein Verlust an politischer Stabilität und Wirtschaftskraft.
In einem internationalen Vergleich beleuchten die Autoren der vorliegen RHI-Studie diese Zusammenhänge. Sie zeigen Wege auf, wie durch gezielte Investitionen in soziale Strukturen Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und Fairness in einer Gesellschaft gestärkt werden können, worauf es gerade in Krisenzeiten ankommt.
Aus der Zusammenfassung der Ergebnisse:
Auf Grundlage von Daten aus 171 Ländern zeigt sich ein positiver exponentieller Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Zusammenhalt und Wirtschaftsleistung.– In diesem Sinne gilt: Gesellschaftlicher Zusammenhalt und wirtschaftlicher Erfolg müssen zusammengedacht werden. Die Er gebnisse der Studie deuten darauf hin, dass zunächst das Zusammenspiel verschiedener inklusiver Institutionen gelingen muss, bevor es sichtbare Effekte auf die Wirtschaftsleistung gibt.
Deutschland blieb trotz Finanzmarkt und Eurokrise, Migration und Pandemie wirtschaftlich stabil, konnte den gesellschaft lichen Zusammenhalt ausbauen und zählt in den untersuchten Dimensionen weiterhin zuden führenden Nationen weltweit.
Zur Studie:
https://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/wie-gesellschaften-gelingen/
