Die Politikdidaktikerin Nina Kolleck charakterisiert in GWP die aktuelle Situation
Warum der Unterricht gegen soziale Medien verliert und wie Schule die Kontrolle zurückgewinnen kann.
Hier die Zusammenfassung:
Warum verliert der Unterricht gegen soziale Medien? Der Beitrag zeigt, wie TikTok, Instagram und Co. Aufmerksamkeit, Zugehörigkeit und politische Orientierung junger Menschen verändern und weshalb Schule ihren Bildungsauftrag unter digitalen Bedingungen neu denken muss. Er macht deutlich, warum Lehrkräfte diese Herausforderung nicht allein bewältigen können und weshalb die Regulierung digitaler Plattformen zur bildungspolitischen Schlüsselfrage geworden ist.
https://budrich-journals.de/index.php/gwp/article/view/47259
Tiktok analysieren
Tiktok ist zu einem (sozialen) Massenmedium geworden. Die Adressaten sind jung, sie werden mit Algorithmen bei Themen festgehalten, die von (meist politisch) Interessierten dargestellt werden. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer „Werkstatt“-Seite ein Instrument zur Analyse von Tiktok-Botschaften.
Hier der Einführungstext:
Inzwischen finden sich auf TikTok hunderte personenbezogene Accounts von Abgeordneten, Ministerinnen und Ministern. Nach der Bundestagswahl verfügten bereits zwei Drittel der Abgeordneten über einen TikTok-Account. Die Gründe sind vielfältig: So ermöglicht TikTok den Zugang zu einer jungen, zum Teil wenig politisch interessierten Zielgruppe. Gleichzeitig stieg mit dem Erfolg der Plattform auch der Druck auf politische Akteure, diese trotz bestehender Bedenken zu nutzen. Gemessen an ihrer Fraktionsgröße nutzten die AfD (76 Prozent) und Die Linke (75 Prozent) Ende 2025 TikTok am stärksten. Es folgten die GRÜNEN mit 56 Prozent und die SPD mit 45 Prozent. Den geringsten Anteil wies die CDU mit 28 Prozent aktiver Abgeordneter auf..Neben Politikerinnen und Politikern, Parteien und Fraktionen kommunizieren mittlerweile auch Jugendverbände, Ministerien, Parlamente und Behörden über die Plattform.
https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/580914/politik-for-you-politische-kommunikation-auf-tiktok-analysieren
US-Gericht verhängt Millionenstrafe gegen Meta
Wegen mangelnden Kinderschutzes hat ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico den Konzern Meta zu einer Strafe von mehr als einer halben Milliarde Dollar verurteilt.
Das Unternehmen soll damit für psychische Schäden und Sicherheitsrisiken von Kindern aufkommen. Der Konzern muss nun seine Plattformen – darunter Facebook, Instagram und WhatsApp – für Minderjährige in dem Bundesstaat umgestalten, etwa durch Nutzungsbegrenzungen.
Meta kündigte an, gegen das Urteil vorgehen zu wollen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/meta-strafe-kinderschutz-100.html
Die EU-Kommission warnt
Die Europäische Kommission hat den US-Konzern Meta gewarnt, dass die endlos scrollenden Feeds von Facebook und Instagram gegen die EU-Regeln für Online-Plattformen verstoßen könnten. In vorläufigen Ergebnissen, die am Freitag veröffentlicht wurden, kommt die Behörde zu dem Schluss, dass Meta die Risiken suchtfördernder Designelemente nicht ausreichend bewertet und eingedämmt habe – mit möglichen Folgen für das körperliche und seelische Wohl der Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.
Grundlage des Verfahrens ist der Digital Services Act (DSA), der große Plattformen verpflichtet, systemische Risiken ihrer Dienste zu erkennen und zu begrenzen. Bestätigen sich die vorläufigen Schlussfolgerungen, droht Meta eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – im Fall des Konzerns könnten das mehr als zwölf Milliarden Euro sein. Eine Frist für Metas Reaktion gibt es nicht.
Meta kündigte an, gegen das Urteil vorgehen zu wollen.
Die US-Regierung
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump wendet sich unterdessen scharf gegen die Durchsetzung des DSA und wirft der EU vor, bei der Regulierung von Online-Inhalten zu weit zu gehen.
https://www.europesays.com/europa/66162/
