Unter den zehn wichtigsten Ergebnissen der neuen PISA-Studie erscheinen teilweise fächerunabhängig die Wirkungen der sozialen Lage sowie des Migrationshintergrundes der Kinderfamilien.
Sozioökonomische Unterschiede
„Der Zusammenhang zwischen Leistung und sozialer Herkunft ist in Deutschland weiterhin besonders stark. Sozioökonomisch begünstigte Schülerinnen und Schüler – das oberste Viertel innerhalb Deutschlands – erzielen in den Naturwissenschaften im Durchschnitt 125 Punkte mehr als die benachteiligte Gruppe im untersten Viertel. Im OECD-Durchschnitt beträgt dieser Abstand 85 Punkte.
Zwischen 2015 und 2025 hat sich diese Leistungslücke in Deutschland vergrößert, während sie im OECD-Durchschnitt kleiner geworden ist. Die Leistungen der sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen gingen in diesem Zeitraum zurück, die der begünstigten Jugendlichen blieben stabil. Der sozioökonomische Status erklärt in Deutschland 19 Prozent der Unterschiede in der naturwissenschaftlichen Leistung, im OECD-Durchschnitt sind es 12 Prozent.
Einfluss des Migrationshintergrunds
29 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland weisen nach der PISA-Definition einen Zuwanderungshintergrund auf. In den Naturwissenschaften erreichen Jugendliche ohne Zuwanderungshintergrund im Durchschnitt 521 Punkte. Jugendliche der zweiten Zuwanderungsgeneration kommen auf 463 Punkte. Bei selbst zugewanderten Jugendlichen ist der Abstand größer: Wer vor dem 11. Lebensjahr nach Deutschland kam, erreicht im Mittel 423 Punkte; bei einem Zuzug ab dem 11. Lebensjahr sind es 392 Punkte und damit ganze 129 Punkte weniger.“
Ausführliche Informationen über die Studienergebnisse finden Sie unter dem Link:
https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/die-zehn-wichtigsten-ergebnisse-der-pisa-studie-2025
