Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat ihren dritten Demokratiebericht vorgelegt. Schwerpunktthema ist die vielziterte Mitte der Gesellschaft.
Aus dem Vorwort:
Erneut hat der Demokratiebericht neben der kontinuierlich laufenden Erhebung der Datenreihen zu den demokratischen Einstellungen auch ein Schwerpunktthema gewählt: Der 3. Demokratiebericht richtet einen genaueren Blick auf die Mitten der Gesellschaft und auf die Rolle der politischen Mitte für die Stabilität der Demokratie. Hier fällt besonders auf, dass es nach dem bereits im 2. Demokratiebericht diagnostizierten Knick der Demokratiezufriedenheit in den mittleren Altersgruppen nun auch einen Einbruch bei den jüngeren Altersgruppen gibt. Zudem zeigt sich ein eindeutiger Zusammenhang mit der wahrgenommenen wirtschaftlichen Lage der Befragten: Die Zufriedenheit mit der Demokratie sinkt aufgrund der Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage. Die Einschätzung der eigenen Lebenslage überträgt sich auf die Demokratiezufriedenheit. Mögliche Abhilfe liegt neben einer Verbesserung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds in mehr Elementen der Responsivität (Zuhören – Erklären – Handeln) bei den politischen Akteuren und einer Stärkung des Empfindens von Selbstwirksamkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern. Beides verdeutlicht, wie wichtig die kontinuierliche politische Unterstützung des Ehrenamts und zivilgesellschaftlicher Netzwerke für die Demokratie ist.https://www.politische-bildung.nrw/fileadmin/imperia/md/content/projekte/Demokratiebericht/LpB_Demokr-Bericht_2026_final.pdf
