Australien verbietet Social-Medi-Accounts für Jugendliche unter 16
Als erstes Land der Welt hat Australien im Dezember letzten Jahres eine solche Altersbeschränkung eingeführt. Seit dem 10. Dezember dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Australien keine Social Media mehr nutzen.
Nach nur wenigen Wochen zeigt sich bereits, was das Gesetz bisher gebracht hat: 4,7 Millionen Nutzerkonten wurden seither laut Regierungbericht deaktiviert oder eingeschränkt. Und das während der Sommerferien.
Echtes Sozialleben statt Social Media
Mit den vorgelegten Zahlen will die australische Regierung zeigen, dass das Gesetz wirkt. Die australische Online-Sicherheitsbehörde eSafety fodert von den Plattformen sinnvolle Maßnahmen, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu sozialen Medien wie TikTok, Instagram, Facebook, Snapchat, X, und Twitch zu erschweren.
Ausführlicher berichten zahlreiche Medien über den einmaligen Vorgang. Wir zitierten HNA:
https://www.hna.de/welt/social-media-verbot-fuer-jugendliche-in-australien-millionen-accounts-deaktiviert-zr-94125849.html
Umfrage bei Jugendlichen
Das australische Beispiel macht Schule und hat zu Diskussionen geführt, so etwa in Frankreich, wo über eine ähnliche Maßnahme nachgedacht wird.
Für Deutschland gibt es nun aber eine Auskunft von Jugendlichen selbst:
Im Auftrag des AWO Bundesverband haben Wissenschaftler des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) Jugendliche befragt.herausfinden. In leitfadengestützten Gruppendiskussionen mit rund 30 Jugendlichen aus verschiedenen Jugendeinrichtungen in ganz Deutschland wurden folgende Fragen gestellt:
- Wie stehen die Jugendlichen zu einem möglichen Social-Media-Verbot?
- Welche Rolle nehmen soziale Medien in ihrem Alltag ein?
- Welche Chancen und Risiken sehen sie in der Nutzung sozialer Medien?
Erfasst wurden dabei Aussagen Jugendlicher, die insgesamt Muster in ihrer Einstellung zu sozialen Medien und ihrem Nutzungsverhalten erkennen lassen. Die Auswertung dieser vier Gruppendiskussionen mit jungen Menschen ab 14 Jahren können als erster Schritt verstanden werden, um ihre Stimmen im Diskurs um ein mögliches Social-Media-Verbot sichtbar zu machen.
Die Studie ist frei herunterladbar unter
https://www.iss-ffm.de/themen/soziale-praxis/socialmediaverbot
