Ein Beitrag des Armutsforschers Christoph Butterwegge im Focus analysiert den neuen Armts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung unter der kritischen Fragestellung nach der Geltung seiner Aussagen.
Bärbel Bas legte den Siebten Armuts- und Reichtumsbericht vor. Als Mitglied des wissenschaftlichen Gutachtergremiums kritisiert der Autor: Armut wird verharmlost und Reichtum verschleiert. Statt einer echten Problemanalyse liefert die Regierung reine Selbstbeweihräucherung.
Laut entsprechenden Entschließungen des Bundestages muss die Regierung zur Mitte jeder Legislaturperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht vorlegen, was der Ampelkoalition von SPD, Bündnisgrünen und FDP nicht gelungen ist.
Am Mittwoch hat das von CDU, CSU und SPD gestellte Bundeskabinett den Siebten Armuts- und Reichtumsbericht verabschiedet, für den Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) auf Vorarbeiten ihres Amtsvorgängers und Parteifreundes Hubertus Heil zurückgreifen konnte.
Als wichtigstes Ziel einer regelmäßigen Berichterstattung hat der Bundestag vor über einem Vierteljahrhundert die Erfassung der sozialen Ungleichheit durch eine „Analyse der gesamten Verteilung von Einkommen und Lebenslagen“ vorgegeben, weil er sich davon genaueren Aufschluss über die Existenzbedingungen von einzelnen Personen und Gruppen versprach.
https://www.focus.de/finanzen/news/was-der-siebte-armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung-verschleiert_4b735b07-afe9-49c6-9e8c-408e5dcdb26c.html
