Die gescheiterte deutsche Bewerbung um einen nichtständigen Sitz für Deutschland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) hatte ein Nachspiel im Bundestag. In einer auf Antrag der AfD-Fraktion anberaumten Aktuellen Stunde warf diese am Mittwoch, 10. Juni 2026, der Bundesregierung außenpolitisches Versagen vor. Kritische Stimmen, auch bei den zusammen mit der CDU/CSU regierenden Sozialdemokraten, kamen darüber hinaus von der linken Seite des Hauses an Deutschlands völkerrechtlichen Positionen gerade mit Blick auf die USA und Israel.
Hier vom Bundestag dokumentierte Stelllungnahmen von Abgeordneten:
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw24-de-aktuelle-stunde-sicherheitsrat-1183586
Und im Online-Archiv:
Dem Scheitern bei der aktuellen Abstimmung ging seit 1973, als die damals existierenden beiden deutschen Staaten in die VN aufgenommen wurden, eine lange Periode erfolgreicher Mitwirkung voraus, bei der die Aufnahme als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat eine fast greifbare Perspektive war. Sven Bernhard Gareis gibt einen Überblick über Deutschlands Mitgliedschaft in den VN bis zum 50jährigen Jubläum.
https://budrich-journals.de/index.php/gwp/article/view/42671/36543
