In GWP 2-2026 lieferten Roland Sturm und Thorsten Winkelmann eine Information über Bedeutung, Ziele und Möglichkeiten einer Standortpolitik in Deutschland
https://doi.org/10.3224/gwp.v75i2.04
Die aktuellen Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten für Ostdeutschland zeigen beispielhaft die Thesen, die auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum im Mai 2026 auf der Basis des Transformationsbarometers vorgetragen wurden.
Aus der Einleitung:
Das Wirtschaftspotenzial Ostdeutschlands ist ungebrochen hoch, ob es ausgeschöpft werden kann, wird jedoch von vielen angezweifelt
Seit Beginn der Befragung im Jahr 2022 bescheinigen die Befragten Ostdeutschland kontinuierlich ein hohes Wirtschaftspotenzial: 56 Prozent schätzen es als groß ein, 23 Prozent davon sogar als sehr groß. Demgegenüber stehen 23 Prozent, die das Wirtschaftspotenzial für gering halten. Beide Werte sind über die vergangenen Jahre konstant. Die Erneuerbaren Energien werden als größtes Wachstumsfeld gesehen (3 %), gefolgt von Mikroelektronik (19 %) und Tourismus (18 %).
Diesen positiven Werten gegenüber steht eine deutliche Skepsis, ob sich dieses Potenzial in der Realität heben lässt. 40 Prozent der Befragten erwarten künftig in gar keiner Branche ein besonders großes Wachstum. Diese Einschätzung ist in allen Bundesländern mit Ausnahme von Brandenburg die meistgenannte Antwort; in vielen Bundesländern mit großem Abstand zur zweithäufigsten Antwort. In Thüringen ist es sogar mehr als jeder zweite, der keiner Branche ein besonders großes Wachstum zutraut. Der Abstand zur zweithäufigsten Antwort (Erneuerbare Energien) beträgt hier 29 Prozentpunkte. https://ostdeutscheswirtschaftsforum.de/forum/owf-transormationsbarometer-2025/
