In der Ausgabe 1-2026 von GWP gab es einen Erfahrungsbericht über das bundesweite Bildungsprogramm „Startchancen!“ (Miriam Frieß, Sonja Österreicher, Jessica Anderle) Schwache Ergebnisse in internationalen Leistungsvergleichsstudien wie TIMSS und PISA sowie ein überdurchschnittlicher Zusammenhang von Bildungschancen und Herkunft setzen die Bildungspolitik zunehmend unter Druck.
https://budrich-journals.de/index.php/gwp/article/view/46765
Der Chancenmonitor des Ifo-Instituts hat den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungschancen genauer untersucht:
Wie steht es um die soziale Durchlässigkeit und die Chance auf sozialen Aufstieg in Deutschland? Der ifo-„Ein Herz für Kinder“-Chancenmonitor dokumentiert, wie (un-)gerecht die Bildungschancen von Kindern aus verschiedenen Familien in Deutschland verteilt sind. Dazu misst er die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, in Abhängigkeit vom familiären Hintergrund. Die Unterschiede haben ein gewaltiges Ausmaß: Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liegt bei 21,5 %, wenn ein Kind mit einem alleinerziehenden Elternteil ohne Abitur aus dem untersten Einkommensviertel und mit Migrationshintergrund aufwächst. Im Gegensatz dazu liegt sie bei 80,3 %, wenn das Kind mit zwei Elternteilen mit Abitur aus dem obersten Einkommensviertel und ohne Migrationshintergrund aufwächst. Um die Chancengerechtigkeit zu erhöhen, werden sechs Ansatzpunkte empfohlen.
Hier zum Untersuchungsbericht:
https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/der-ifo-ein-herz-fuer-kinder-chancenmonitor
