Die Rubio-Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 hat US-Außenminister Rubio die Politik seines Landes unter Präsident Trump in knapper Form auf den Punkt gebracht:
„[…] Diese berüchtigte Mauer, die diese Nation in zwei Teile gespalten hatte, fiel – und mit ihr ein böses Imperium. Ost und West wurden wieder eins.Doch die Euphorie dieses Triumphs führte uns in eine gefährliche Selbsttäuschung: dass wir – so hieß es – das „Ende der Geschichte“ erreicht hätten; dass jede Nation nun eine liberale Demokratie werden würde; dass die Bindungen, die allein durch Handel und Wirtschaft entstehen, die Nationen und das Nationale ersetzen würden. Dass die sogenannte regelbasierte globale Ordnung – ein überstrapazierter Begriff – das nationale Interesse ersetzen würde. Und dass wir fortan in einer Welt ohne Grenzen leben würden, in der jeder zum Weltbürger wird.
Das war eine törichte Idee. Sie ignorierte die menschliche Natur – und sie ignorierte die Lehren von über 5000 Jahren aufgezeichneter Menschheitsgeschichte. Und sie hat uns teuer zu stehen kommen lassen.
In dieser Illusion haben wir eine dogmatische Vision von freiem und ungehindertem Handel übernommen, während manche Nationen ihre Volkswirtschaften schützten und ihre Unternehmen subventionierten, um unsere systematisch zu unterbieten – unsere Werke zu schließen. Das führte dazu, dass große Teile unserer Gesellschaften deindustrialisiert wurden: Millionen Jobs der Arbeiter- und Mittelschicht wurden ins Ausland verlagert, und wir übergaben die Kontrolle über kritische Lieferketten an Gegner und Rivalen.
Wir lagerten unsere Souveränität zunehmend an internationale Institutionen aus, während viele Staaten massive Sozialstaaten ausbauten – auf Kosten ihrer Fähigkeit, sich zu verteidigen. Das geschah, während andere Länder den rasantesten militärischen Aufbau der Menschheitsgeschichte betrieben und nicht zögerten, harte Macht einzusetzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.
Um einen Klima-Kult zu besänftigen, haben wir uns selbst Energiegesetze auferlegt, die unsere Menschen verarmen lassen – während unsere Wettbewerber Öl, Kohle, Erdgas und alles andere ausbeuten: nicht nur, um ihre Volkswirtschaften anzutreiben, sondern auch, um sie als Hebel gegen uns zu verwenden.
Und im Streben nach einer Welt ohne Grenzen öffneten wir unsere Türen für eine beispiellose Welle massenhafter Migration, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, die Kontinuität unserer Kultur und die Zukunft unseres Volkes bedroht.
Diese Fehler haben wir gemeinsam gemacht. Und nun schulden wir es gemeinsam unseren Menschen, diesen Tatsachen ins Auge zu sehen und nach vorn zu gehen – um wieder aufzubauen.
Unter Präsident Trump werden die Vereinigten Staaten von Amerika erneut die Aufgabe der Erneuerung und Wiederherstellung übernehmen – getragen von einer Vision einer Zukunft, so stolz wie souverän und so lebendig wie die Vergangenheit unserer Zivilisation. Und auch wenn wir, falls nötig, bereit sind, dies allein zu tun, ist es unsere Präferenz und unsere Hoffnung, es gemeinsam mit Ihnen zu tun – mit Ihnen, unseren Freunden hier in Europa.
Denn die Vereinigten Staaten und Europa gehören zusammen.[…]“
