Zum 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts hat der frühere Präsident des Gerichts, Andreas Vosskuhle, der Wochenzeitung „Das Parlament“ ein Interview gegeben. Darin weist er unter anderem auf einen wichtigen Aspekt hin:
„Etwas scheint mir in der heutigen Zeit ganz wichtig zu sein: die Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Man muss erklären, was man als Gericht macht, wie man arbeitet, wo die Probleme sind, damit die Menschen sich selbst ein Bild machen können. Das ist aber keine Garantie dafür, dass das Gericht weiterhin von allen Seiten Vertrauen genießt. Bei einem Parteiverbotsverfahren würden diejenigen, die unterliegen, dem Gericht wahrscheinlich vorwerfen, es hätte politisch entschieden, egal wie es entscheiden würde.“
Das ganze Interview finden Sie unter
https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260928-vorab-interview-vosskuhle-1217890
Elf Jahre davor hat GWP-Herausgeberin Sibylle Reinhardt mit der ehemaligen Richterin Gertrude Lübbe-Wolff ein Interview-Gespräch geführt, das im Online-Archiv dieser Zeitschrift (neben zahlreichen weiteren Texten zum Thema) festgehalten ist. Ein Vergleich beider Texte ist interessant, besonders für die Arbeit mit Gruppen.
Zur Rolle des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland
Bundesverfassungsrichterin a.D. Gertrude Lübbe-Wolff und Sibylle Reinhardt im Gespräch
https://doi.org/10.3224/gwp.v64i2.19450
